Wir wollen Glyphosat!

Am 22.9. haben Bauern mit ihren Traktoren Straßen der Innenstadt von Paris blockiert, um gegen ein Verbot von Glyphosat zu protestieren. Der mächtige Bauernverband FNSEA und der Verband der Jeunes Agriculteurs hatten zur Demonstration aufgerufen.

Für die Bauern sind Pestizide wie Glyphosat unverzichtbare Produktionsmittel, um den Franzosen „den Traum von gesunder Ernährung“ erfüllen zu können:

« Comment on peut vouloir vendre du rêve aux Français sur une alimentation saine, alors qu’on nous enlève nos moyens de production ? », a affirmé Frédéric Arnoult, président de Jeunes Agriculteurs d’Ile-de-France.

Jawohl, gesunde Ernährung dank Glyphosat! Dass Glyphosat krebserregend sein soll, wird ja schon länger öffentlich diskutiert. Dass es offensichtlich auch zu geistiger Verwirrung führen kann, ist mir neu. Aber anders ist die Aussage des Bauernfunktionärs nicht zu erklären, oder?

Und natürlich ist der Umweltminister Hulot gleich zur Demo geeilt, um mit der Bauern zu sprechen. Diese werden ja bekanntlich seit Jahrzehnten vom Staat verhätschelt, statt an die Kandare genommen.

Frankreich lobt sich zwar, die drittgrößte Bio-Anbaufläche in der EU zu haben (nach Spanien und Italien), aber das sind nur ca. 6 % der Anbaufläche und damit liegt Frankreich nur auf Platz 18 in der EU.

Da ließe sich also noch viel mehr machen, wenn die Bauern nur wollten!

Erst kürzlich ging die Nachricht durch die französische Presse, dass in Frühstückscerealien, in Linsen und Kirchererbsen Rückstände von Glyphosat gefunden worden sind!

Aber die hiesigen Bauern vergiften uns nicht nur, sondern behaupten auch noch frech, sie würden uns den Traum von gesunder Ernährung erfüllen!

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