Kein Platz für Tiere!

In Frankreich ist kein Platz für Tiere wie Bären, Wölfe oder Luchse!

Zumindest der größte Teil der Landbevölkerung Frankreich ist davon überzeugt. Sie hat diese Tiere systematisch ausgerottet und will sie nicht wieder haben. Die Natur gehört ihr und ihren Nutztieren. Und so handeln die Landfranzosen auch. Für wilde Tiere ist eben kein Platz in Frankreich, ebenso wenig wie für Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern!

Besonders die Hinterwäldler im Departement Ariège zeigen sich aggressiv gegen die Bären. Sie wollten die Auffrischung des Bärenbestandes durch neue Tiere nicht und lehnen ihre „Einbürgerung“ in den Bergen strikt ab.

Nun behaupten sie, ein Bär habe 200 Schafe über eine Klippe gejagt und so getötet. Ein Bär, keine streunenden Hunde (die werden ohnehin verschwiegen), keine VTT-Touristen, die auch schon mal Schafherden aufgemischt haben sollen! Die Schafe waren natürlich unbewacht – wie üblich. Kein staatlich subventionierter Herdenschutzhund dabei, denn der macht Arbeit, weil er gefüttert werden muss.
Als nun 4 staatliche Agenten kamen, um den Vorfall zu untersuchen, wurden diese von einer Horde bewaffneter Hinterwäldler mit Morddrohungen empfangen. Die Horde schoss mehrfach in die Luft, um die 4 Agenten einzuschüchtern.
http://www.ladepeche.fr/article/2017/08/26/2634170-grosse-tension-estives-menaces-mort-contre-agents-oncfs.html
http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2017/09/01/01016-20170901ARTFIG00219-ours-dans-les-pyrenees-enquete-apres-l-agression-de-quatre-agents-publics.php

Und nun wurde auch noch an verschiedene Stellen ein Video verschickt, in dem die Irren den Aufstand proben und die Jagd bzw. den Abschuss von Bären ankündigen.
„http://www.dailymotion.com/embed/video/k4hd9xbYSUmzEFoDrwb?autoplay=1“
http://www.sudouest.fr/2017/09/15/video-un-commando-arme-decrete-la-reouverture-de-la-chasse-a-l-ours-3779063-4739.php

Es bleibt abzuwarten, was bei den eingeleiteten Maßnahmen der Strafverfolgung heraus kommt. Erfahrungsgemäß wohl nichts! Es gibt in Frankreich Gruppen, die sich alles, wirklich alles, über Plünderungen bis zur Freiheitsberaubung erlauben können, die Bauern gehören dazu.

Wohin dieser Irrsinn führt, zeigt die Nachricht, dass in der Provence  kürzlich so ein Durchgeknallter auf einem Wanderweg die Malinois-Hündin zweier Spaziergänger erschossen hat, weil er sie für einen Wolf hielt! (Wölfe gehören theoretisch auch in Frankreich zu den geschützten Tieren)
http://www.ouest-france.fr/provence-alpes-cote-dazur/alpes-maritimes/pensant-voir-un-loup-il-tue-le-chien-d-un-couple-de-randonneurs-5248230

Zu Schluss noch einige Zahlen, um die Gruppe der ewigen Radaumacher einzuordnen:  Frankreichs Bauern incl. Viehzüchter machen 3 % der Bevölkerung aus. Allein die Schafzüchter haben 2016 600 Mio Euro Subventionen erhalten. Die Subventionen machen ca. 60 % des Umsatzes der Züchter aus! Jedes von einem Raubtier (Bär, Wolf) gerissene Schaf wird vom Staat bezahlt, bei verletzten Tieren werden die Veterinärkosten zu 100 % ersetzt. (Von Hunden attackierte Tiere werden nicht ersetzt.)

Trotz der Millionen Schafe in Frankreich wird die Hälfte des in Frankreich konsumierten Schaf-/Lammfleisches importiert, wobei der Verzehr von Lammfleisch in den letzten 20 Jahren um die Hälfte gesunken ist.  Jeder zweite Franzose soll kein Lamm essen, unter 35 Jahren sogar  2 von 3 Franzosen.

Und zur Umweltfrage: In Zonen ohne Weidewirtschaft ist die Artenvielfalt größer. Die Schafe verhindern außerdem die natürliche Aufforstung der Landschaft.

Aber diese hoch-subventionierte Gruppe hält sich für besonders wichtig und glaubt über Natur und Umwelt nach eigenem Belieben herrschen zu können.

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