Erneuter Bauernärger

Dass der Pächter auf dem benachbarten Acker versucht hatte,  mir einige Quadratmeter von meinem Land zu stehlen, habe ich im September 2015 berichtet. Über die Vermessung und die neuen Grenzsteine habe ich im Dezember 2015 berichtet. Die Vermessung fand ohne den Pächter statt, da er eben nur der Pächter ist. Dann habe ich, wie vom Geometer empfohlen, neben der Grenzmarkierung einen großen Pfosten gesetzt und ihn mit Signalfarbe besprüht.

Eine Zeit lang ging alles gut: Der Pächter hat seinen Raps geerntet, Gerste ausgesät und geerntet und dann neu gepflügt. Aber dabei hat er sich bemüht, wieder möglichst nah an die Grenzmarkierung zu kommen. Jeder Quadratmeter zählt – bei den Subventionen wohl, weniger bei der Ernte.

Und beim Aussäen ist es nun geschehen: Der Mistkerl hat den Pfosten umgefahren. Leider hat er die Grenzmarkierung daneben nicht getroffen, sonst könnte ich ihn wegen der Zerstörung der Grenzmarkierung belangen.

Warum musste das wieder sein? Aus Gier, als Bauer immer zu kurz zu kommen? Aus Hass auf die Fremden in der Nachbarschaft, die einen anderen Lebensentwurf haben und obendrein gegen Pestizide sind? Oder ist er schlicht zu blöd, mit dem Traktor daran vorbei zu fahren? Die Traktoren werden immer größer, die Felder aber nicht – und die Straßen hier auch nicht.

Für zu blöd spricht eigentlich, dass er beim Pflügen mit den Rädern in den Graben am oberen Feldrand gefahren war (dort wo das Wasser vom Weg abgeleitet wird), so dass der Graben dort verstopft ist – und das Wasser beim letzten Regenschauer gleich aus der Traktorspur quer über seinen Acker gelaufen ist.

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