Graue Tage und erster Frost

Das Wetter um die Feiertage von Weihnachten bis Neujahr war sonnenarm, neblig, feucht und trübe wie selten.  🙁  Die Temperaturen lagen knapp über 0 °C, am Tag nur wenig über den Nachttemperaturen. Die Sonne kam am Nachtmittag nur an wenigen Tagen und für 1 bis 2 Stunden durch.

In der Nacht zum 3.1. gab es dann den ersten leichten Nachtfrost, und in der Nacht zum 4.1. wurde es richtig kalt (geschätzte -6 ° mangels Thermometer)! Dafür war dann am Morgen die Sonne da, bei Temperaturen um die 6 ° eine Gelegenheit am Astarac-Stausee spazieren zu gehen.

Die Berge waren aber schon am Mittag wieder ziemlich im Dunst verschwunden. Den Anglern schien das kalte Wetter nichts auszumachen, allerdings saßen sie nicht im Boot.  :mrgreen:  Oscar war das Wetter wie meist egal: Hauptsache frei laufen, schnüffeln und Leckerli suchen.

 

 

Sansibar

Vom Kilimanjaro International Airport ging es mit einer Propeller-Maschine von ATR – eng und laut – nach SansibarDurch das schmutzige Kabinenfenster konnte ich einen ersten Blick auf die Stadt Sansibar auf der Insel Unguja, früher ebenfalls Sansibar genannt, werfen.  Das Klima in Sansibar ist schwül bei durchgehend ca. 30 ° C, Tag und Nacht. Da war es in Nordtansania angenehmer!

Der Transfer zum Hotel dauerte eine gute Stunde und erfolgte in komfortablen Kleinbussen.  Das Hotel bestand aus mehreren Gebäuden für die großen Zimmer,  die Lobby,  das Restaurant  sowie für Bar, Spezialrestaurants, Pool-Restaurant, Spa und Fitnessraum.

Ich konnte gleich für den nächsten Tag einen Ausflug in die Altstadt von Sansibar, Stone Town genannt, buchen und mich einer Gruppe anschließen, was die Kosten deutlich minderte. Stone Town hat den Namen von den aus Korallenkalkstein errichteten Gebäuden. Sie wurde von den Arabern aus Oman erbaut und war zeitweise Residenz des Sultans. Ihre Bedeutung erhielt sie durch den Gewürzhandel und als größter Markt für den Sklavenhandel an der ostafrikanischen Küste. Heute steht auf dem alten Sklavenmarkt eine anglikanische Kirche. Daneben steht ein Denkmal zur Erinnerung an den Sklavenhandel. Eine Ausstellung in einem Nebengebäude gibt ausführlich Auskunft über den Sklavenhandel und die -händler. Unter dem Gebäude kann man die Keller besichtigen, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden.

Nach der Gedenkstätte besuchten wir den Markt von Stone Town, wobei wir zwischenzeitlich vor einem Regenschauer in Deckung gehen mussten.  🙁  In der Fischhalle roch es für mich nicht so angenehm. Besser waren da schon die Obst- und Gemüsestände.  😉

Grüne und rote Bananen
Frisches Gemüse

Beim Unterstellen vor dem nächsten Regenschauer landete ich vor einer Metzgerei. Jeder deutsche Lebensmittelprüfer hätte hier seine Freude gehabt.  😉  Weiter ging es mit dem Rundgang durch die nasse Altstadt. Auf der Dachterrasse eines Hotels machten wir die Mittagspause. Zum Glück war diese überdacht, weil es wieder anfing zu regnen! Die Dachrinnen und Fallrohre konnten das Wasser gar nicht mehr aufnehmen! Nach dem Regen besuchten wir die alte Festung der Araber. Unser Führer hatte wegen der Nässe seine Hosenbeine aufgekrempelt. :mrgreen:

Hinter diesen Mauern ließen die britischen Kolonialherren ihre Frauen Tennis spielen – geschützt vor den Blicken der muslimischen Bevölkerung.

Die alten Kanonen liegen jetzt an der nahen Strandpromenade. In der Gartenanlage dort trafen sich die Frauen. Der alte Zeremonien-Palast des Sultans, auch „Palast der Wunder“¹ genannt, ist baufällig und darf nicht besucht werden. Durch eine belebte Gasse, in der auch das Geburtshaus von Freddy Mercury steht, liefen wir zu unseren Autos zurück, die uns zum Hotel zurück brachten. Am Hotel zurück erfuhren wir, dass es dort nicht geregnet hatte!

Der Aufenthalt am Strand wird durch den regelmäßigen Wind angenehm.  Da merkt man die Schwüle nicht und kann gut laufen.Ein Stück von meinem Hotel entfernt war eine andere Hotelanlage, an deren Strand Boote lagen und ein langer Steg in den Indischen Ozean führte. Eines Morgens war eine starke Ebbe, so dass man bis zu dem Riff im Hintergrund waten konnte (aber Vorsicht: Seeigel!)

Bei strömendem Regen auf der Westseite der Insel wurde ich nach nur 3 Tagen Aufenthalt zum Flughafen gebracht. Teilweise standen die Straßen knöcheltief unter Wasser.  Mein Fahrer geleitete mich mit dem Regenschirm ins Gebäude. Zum Glück hörte der Regen dann auf, so dass wir trocken ins Flugzeug einsteigen konnten. Mit Ethopian Airlines ging es zunächst nach Arusha, am Mount Kilimanjaro vorbei, am Mount Kenya vorbei, Afrikas zweit höchstem Berg, wieder nach Addis Abeba, dann nach mehrstündigem Aufenthalt weiter nach Frankfurt und von dort nach Toulouse.

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¹) Weil der Palast als erstes elektrisches Licht, fließend Wasser und einen Lift bekam

 

Auf Safari IV

Den Abschluss der Safari-Tour bildete der Besuch im Lake-Manyara-Nationalpark. Leider war nur ein halber Tag dafür vorgesehen, weil es dann zurück nach Arusha ging. Der halbe Tag wurde noch dadurch verkürzt, dass wir am Eingang über 1 Stunde wegen Problemen mit der Bezahlung warten mussten.  🙁 Als es endlich weiter ging, begrüßte uns ein Wasserbock gleich hinterm Eingang. Wir erschreckten mit unserem Auto ein Meerkatzen-Kind, bevor wir an den feuchten Rand des Sees kamen. Dort dominierten die Watvögel. Der schwarze Reiher hat eine besondere Technik beim Fischen.  Mit seinen Flügel dunkelt er das Wasser ab, um seine Beute besser schnappen zu können. Der Sattelstorch  hatte auch Glück und fing einen Fisch. Allerdings musste er nun die Wasserpflanzen los werden und sich den Fisch zum Schlucken zurecht legen. Nebenan suchte ein Brauner Sichler, eine Ibis-Art, nach Futter. Einzelne Büffel liefen durch das flache Wasser.  Die Flusspferde waren auch nicht da, wo sie laut Hinweisschild sein sollten. Weitere Vögel:

Regenpfeifer

 

Ägyptische Gans
Rallenreiher
Seeschreiadler

Und dann mussten wir noch eine Löwin wecken.  Weil sie sich von Tsetse-Fliegen so genervt fühlten, haben sich die Löwen hier auf die Bäume begeben, um besser schlafen zu können. Die Tsetse-Fliege mag die Farben blau und schwarz. In einigen Parks waren daher z.B. an Picknick-Plätzen blau-schwarze Tücher aufgehängt, die mit Gift gegen die Fliegen präpariert waren.

Wir parkten schräg unterhalb der Löwin, was diese aufweckte. Nach etwas Fellpflege sah man ihr den Wunsch an, wieder in Ruhe gelassen zu werden.

Fürs anschließende Picknick fuhren wir zu einem Platz am See und konnte die Flamingos beobachten. Danach mussten wir weiter Richtung Arusha. Wir stoppten noch an einer Bananenplantage, weil einige Mitreisende unbedingt Bananenwein kaufen wollten. Dann ging es über doch recht gute und breite Straßen zurück zur ersten Lodge bei Arusha.

Am folgenden Morgen fuhren wir bei Sonnenaufgang 😳 zum Flughafen. Da konnten wir zum einzigen Male den Mount Kilimanjaro ohne Wolken sehen. 

Auf Safari III

Vor der Abfahrt in den Ngorongoro-Krater ein Blick auf die Weite des Einbruchkraters (Caldera)Die Abfahrt ist steil, die Piste holprig. Unten angekommen sahen wir den ersten Schakal unserer Safari-Tour. Zwei Warzenschweine kämpften miteinander, aber wohl nicht ernsthaft. Am See hatten sich viele Flamingos versammelt. Gnus weideten auf der weiten Graslandschaft und ein Kronenkranich posierte.

Wir machten unsere Mittagspause an einem Süßwassersee. Dort wartete schon der Schwarze Milan darauf, den Touris ihren Imbiss wegschnappen zu können.  Also Essen nur im Auto!Im See amüsierten sich 2 Flusspferde. Es waren einige Pelikane unterwegs, aber nur dieser wagte sich nah genug vor meine Kamera. Nach dem Picknick ging es mit der Pirschfahrt weiter – vorbei an 2 müden Löwen. Dann kam die Stunde der Vögel: Zuerst lief ein Strauß vorbei. Dann sahen wir einen europäischen Storch. Ein Adler saß mangels geeigneter Bäume auf einem Stein. Die Riesentrappe war im Gras gut getarnt.

Und schließlich schafften wir es doch noch, das „Highlight“ des Park zu sehen: Eines der letzten Nashörner! Leider nur aus großer Entfernung.  Es gibt nur noch schätzungsweise 10 – 15 Nashörner im Krater! In der Serengenti darf das Gebiet mit den Nashörnern nicht mehr besucht werden, es wird streng bewacht. (Möge es den Asiaten, die für die Beinahe-Ausrottung dieser Tiere verantwortlich sind, an dem Hornpulver so elend wie möglich werden!)

Nicht weit davon entfernt sahen wir einen der wenigen Elefanten, die im Krater leben. Auf der weiteren Fahrt sahen wir noch einen Schakal und einige Hyänen. Für die Ausfahrt aus dem Krater gab es eine befestigte Straße.  🙂

Für die Übernachtung war eine sehr komfortable Lodge vorgesehen. Schade nur, dass zum Genießen des Komfort nach drei Nächten im Zelt praktisch keine Zeit war!

Auf Safari II

Der Weg in die Serengeti führt am Ngorongoro-Krater vorbei. Bis zum Tor zur Ngorongoro Conservation Area führt eine asphaltierte Straße, dahinter nur noch Piste. Die Vegetation am Kraterrand ist üppig. Hier trafen wir auch eine Horde Paviane.

Der Ngorongoro-Schutzbereich unterteilt sich in einen Nationalpark im Krater und einen Schutzbereich außerhalb, in denen es den Massai erlaubt ist, zu siedeln und ihr Vieh zu weiden. Ein Besuch im Massai-Dorf kostete $ 50,- pro Auto. Dafür wurden wir mit etwas Tanz empfangen, durften in die eine oder andere Hütte blicken und einige Souvenirs wie Plastikperlenschmuck oder geschnitzte Tierfiguren kaufen.

Das Tor zur Serengeti ist unscheinbar. Die Verwaltungsstelle, an der man den Eintritt zu zahlen hat, befindet sich ein Stück Piste weiter im Inneren und bietet sogar freies WLAN

Der südliche Teil der Serengeti ist eine baumlose Steppe.  Als erstes fiel uns ein Sekretär-Vogel auf. Eine Topi-Antilope stellt sich in Positur. Die ersten Löwen waren auch nicht weit. Fährt man weiter Richtung Norden geht die Steppe in eine Savanne mit Büschen und Bäumen über. Hier sahen wir Gazellen und Kuh-Antilopen. Dann kreuzte ein Elefantenbulle die Piste, Fußgänger haben natürlich „Vorfahrt“ :mrgreen: . Bei der Überquerung eines kleinen Wasserlauf auf einer schmalen, geländerlosen Brücke entdeckte ich direkt unterhalb ein großes, einzelnes Flusspferd. Massai-Strauße leben offensichtlich nicht in Herden, sie laufen als Einzelgänger oder Paare herum.

Am späten Nachmittag versammelten sich auf einem großen Baum die Marabus.

Nach langer Fahrt erreichten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit unser Zeltlager im Norden der Serengeti.

Am nächsten Tag begann die Pirschfahrt mit der Suche nach Löwen. Aber die hatten sich versteckt. Statt dessen fanden wird Dikdiks zwischen den Felsen. Natürlich sahen wir auch Zebras und nette Fohlen. Eine Löwin – also doch – betrachtete interessiert das mögliche Futter drumherum. 😉  Wir weckten wieder einmal einen müden Löwen, der fürs Foto ein Lächeln probierte und dann weiter schlief. Nicht weit entfernt grasten mehrere Elefanten mit ihren Kälbern. Eine große Büffelherde war auch in der Näheund einige Giraffen. Auf der Hinfahrt hatten wir einige Hyänen gesehen, die jeweils einige Meter voneinander entfernt im Gras schliefen. Auf der Rückfahrt zum Camp waren sie immer noch dort, wurden aber munter. Allerdings wollten sie doch nicht zu Dritt sein – und eine mussten sich zurückziehen. Zurück im Camp war ich reif für eine heiße Dusche. Das Wasser dazu wurde auf Bestellung eingefüllt.

Am nächsten Tag ging es zurück zum Ngorongoro-Krater. Und auf einmal waren die Löwen da!  Als erstes lag eine Löwin am Pistenrand und belauerte Zebras. Sie ließ sich von uns nicht stören, aber die Zebras wurden durch das Auto aufmerksam. So verdarben wir ihr die Jagd – und sie musste hungrig zurück zur Familie.Der Junglöwe wartete vergebens aufs Frühstück! Die Familie ertrug den Misserfolg mit Gelassenheit.

Nur wenig weiter lag dann eine Löwin mit 2 Jungen nahe am Weg. Sie war erfolgreich auf der Jagd gewesen: Ein angefressenes Gnu lag nur wenige Meter neben ihr. Wir suchten noch einen Wasserlauf auf, in dem sich Flusspferde amüsierten. Zwei veranstalteten eine heftige Knutscherei. Nicht weit davon stand ein Storch am Wasser und ein Krokodil im Wasser.

Zu guter Letzt vor Verlassen der Serengeti kamen uns noch hungrige Löwen auf der Piste entgegen. Ganz offensichtlich war die erste Löwin am Kopf verletzt. Vielleicht hatte sie auf der Jagd den Kürzeren gezogen. Die Tiere sahen alle ziemlich hungrig aus.

Auf Safari I

Im Norden von Tansania liegen die bekanntesten Nationalparks von Afrika. Gerade im deutschen Fernsehen wurde früher viel über sie berichtet. Also auf nach Tansania, wilde Tiere bestaunen!

Toulouse – Blagnac

Von Toulouse ging es per Flugzeug über Frankfurt und Addis Abeba nach Arusha.

Der Flughafen von Addis Abeba ist grässlich! Er verfügt über keinen richtigen Transit-Bereich, so dass die Durchreisenden nur wieder durch umständliche Sicherheitskontrollen zu den Wartebereichen  gelangen können. Vor den Sicherheitsschleusen verfügt der Flughafen über viel zu wenig Sitzplätze, manche Leute kampierten auf dem Fußboden. Die wenigen Toiletten sind Provisorien, so eine Art Verschläge aus Holz und Rigips im eigentlichen Gebäude.

Uns wurde in Addis Abeba der Direktflug nach Arusha gestrichen und wir mussten über Mombasa zum Arusha Kilimanjaro International Airport fliegen.  Die Einreise nach Tansania  war unproblematisch, die Beamten freundlich; das Visum vor Ort kostete $ 50,-.

Der Mount Kilimanjaro, 5895 m hoch, bis 1964 auch mal Kaiser-Wilhelm-Spitze genannt :mrgreen: , blieb bei Ankunft und in den folgenden Tagen in den Wolken versteckt. 🙁

Die Safari-Tour begann am nächsten Tag mit dem Besuch des Arusha Nationalparks am Fuße des Mount Meru (ca. 4562 m).

Vom Auto aus sahen wir die ersten Zebras und Warzenschweine.

Auch eine Horde Paviane kreuzte unseren Weg, darunter ein Albino.

Dann wurde eine Pirsch zu Fuß unter Führung eines bewaffneten Rangers unternommen.  So kamen wir zunächst einigen Giraffen ziemlich nahe. Die schien das nicht sonderlich zu stören und posierten für Fotos. Unser Ranger führte uns auch nahe an eine Herde Büffel, die uns etwas misstrauisch bestaunten.

Nach einem Imbiss am offiziellen Picknick-Platz ging es mit dem Auto noch etwas durch den Park, aber neue spektakuläre Begegnungen blieben aus.

Der nächste Tag führte uns, eine Gruppe von 7 Touristen und dem Führer und zugleich Fahrer, in den Tarangire Nationalpark. Der Park ist ein Paradies für Elefanten! Die kannten wenig Scheu, und man konnte ihnen ziemlich nah kommen.

Elefanten ganz nah! Unten ragt das Autodach ins Bild.

Dieser hat sich im trockenen Fluss mit dem Sand „erfrischt“. Natürlich gab es auch andere Tiere zu sehen:

Ein Gnu
Warzenschweine
Vorn ein Zebra, hinten eine Impala-Antilope

Und wir fanden unsere ersten Raubkatzen: Wir weckten einen alten Löwen aus seinem Schlaf und ganze 15 m weiter den nächsten.  Abstand vom Auto jeweils ca. 5 m.Es ist schon erstaunlich, wie gelassen die Tiere das ertragen haben!

Der Gepard war weiter entfernt und sehr aufmerksam.

Am offiziellen Picknick-Platz warteten Meerkatzen auf die Touristen. Die einen warteten geduldig auf etwas, das vom Tisch der Touristen abfallen könnte, die anderen wurden aktiv und grabschten im günstigen Augenblick nach dem Brot oder Obst in der Hand des Menschen.

Am Nachmittag sahen wir aus der Ferne einige satte Löwinnen. Eine davon räkelte sich genüsslich.

An einer anderen Stelle sahen wir eine offensichtlich trächtige Gepardin.

Und die Geier durften auch nicht fehlen.

Übernachtet wurde in einem abgelegenen Zelt-Camp an einem trockenen Fluss.  Große Zelte mit privater Dusche  und WC. Ein kleine Elefanten-Familie hatte sich abends dem Camp bis auf wenige Meter genähert.

Nach dem Sonnenuntergang war nichts mehr zu sehen.

Am nächsten Morgen auf der Rückfahrt zum Gate erfreute uns dieser Löffelhund mit seinem Anblick. Vor uns lag eine lange Fahrt in die Serengeti.

Straßenverkehr in Frankreich und in Tansania

Was haben Frankreich und Tansania gemeinsam bezüglich des Straßenverkehrs?

In beide Ländern darf auf den Landstraßen nur 80 km/h gefahren werden! (In Tansania gilt das metrische System)

Was unterscheidet sie – abgesehen davon, dass man in Tansania noch immer auf der falschen Straßenseite fährt?

  • In Norden von Tansania habe ich viele mobile Radarkontrollen der Polizei gesehen, die die Geschwindigkeit der  Fahrzeuge überwachen.
  • Sowohl auf den asphaltierten Straßen wie auf den unbefestigten gibt es überall dort, wo das Tempo gedrosselt werden muss,  große Schwellen, die den Verkehr heftig zum Abbremsen zwingen.
  • Die wenigen asphaltierten Straßen in dem großen Land sind durchweg in besserem Zustand als die Straßen hier im Südwesten.

Gefahr! Jagdsaison in Frankreich!

In der noch jungen Jagdsaison 2018 wurde letzte Woche ein britischer Mountainbiker im Departement Haute-Savoie von einem Jäger erschossen und ein weiterer bei Mirepoix (Ariège) vor wenigen Tagen schwer verletzt.

Daraufhin wollte der der LREM-Abgeordnete Alain Perea aus dem Departement Aude das Radfahren im Gelände während der Jagdsaison verbieten.

Vermutlich wird dies Verbot nicht ausreichen, denn es sind wohl auch Surfer gefährdet: In der Bretagne verfehlten sie die Kugeln nur knapp!
Leute, wenn ihr Frankreich besucht, bleibt lieber in den Städten! Dort werdet ihr bestenfalls auf dem Zebrastreifen vom Auto angefahren, aber nicht vom Jäger erschossen. :mrgreen:

Kommt ein Bär geflogen …

Oder genauer gesagt, kommen 2 Bärinnen geflogen! Wegen der Blockade der Bärengegner Anti-Ours mussten die beiden Tieren jeweils getrennt per Hubschrauber in das Gebiet  gebracht werden, in dem sie freigelassen wurden. Allerdings durften sie nicht in die Kabine  😉 , sondern wurden im Käfig per Seil unterm Hubschrauber transportiert.

Zwei Videos zeigen, wie es geschah:

 

Die Bärinnen wurden Claverina und Sorita getauft.

Bei den Blockaden haben die Gegner wohl um sich oder in die Luft geschossen!

https://www.sudouest.fr/2018/10/05/un-premier-ours-lache-en-bearn-tirs-de-fusils-que-risquent-les-antis-5452148-4955.php

Nun wollen die Viehzüchter die Tieren nach Spanien verjagen. Sie müssen sich allerdings fragen lassen, warum in anderen Ländern wie Spanien die Bären so viel weniger Probleme machen wie in Frankreich.

Es gibt auch positive Stimmen wie von dieser Schäferin, die ihren Beruf vom Aussterben bedroht sieht, weil in den Bergen die Schafen nicht mehr gehütet werden.

https://www.francetvinfo.fr/monde/environnement/biodiversite/grand-format-si-l-ours-disparait-mon-metier-va-mourir-le-plaidoyer-d-une-bergere-en-bearn_2863767.html

Die hohen Verluste an Schafen sind wohl darauf zurückzuführen, dass die Viehzüchter die Tiere nicht mehr beaufsichtigen lassen, sondern nur noch alle 2-3 Tage kontrollieren. Und die Bären und Wölfe sind nur zu einem geringen Prozentsatz daran beteiligt.

Erlebnisse, Erfahrungen, Bemerkungen, Frust eines Großstädters unter Bauern in der hintersten französischen Provinz