Frankreichs gefährliche Straßen

Kurz vor der Einführung von Tempo 80 auf den Landstraßen haben 2 Zeitungen im Südwesten Karten mit den unfallträchtigsten Straßen der Départements im Südwesten veröffentlicht.

Aquitanien:
https://www.sudouest.fr/2018/06/18/securite-routiere-les-routes-les-plus-meurtrieres-par-departement-5155984-4755.php

Occitanie:
https://www.ladepeche.fr/article/2018/06/17/2819568-routes-vitesse-tue-plus-region.html

Den Behörden sind die Unfallschwerpunkte bekannt. Aus regionalen Statistiken geht auch hervor, in welchen Départements besonders undiszipliniert gefahren wird. Man hätte durchaus die Möglichkeit, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, z.B. durch verstärkte Verkehrsüberwachung.
Statt dessen wird ein pauschales Tempo-Limit verhängt und die Jagd auf Tempo-Sünder privaten Firmen übertragen.

Zu Zeiten von Sarkozy hätte man übrigens gleich gefragt, in welchem privaten Verhältnis diese Firmen zur Regierung stünden.

Noch mehr Regen

Es regnet weiter. Vorletzte Nacht waren es 37 mm/m², letzte Nacht nur 7 mm drauf. Der Teich läuft über, die Blumenbeete stehen unter Wasser. 

Bekannte sind auf ihrem Bauernhof fast von der Straße abgeschnitten, weil der Fluss, eigentlich eher ein Flüsschen, über die Ufer getreten und den Weg überschwemmt hat. Mit einem normalen PKW ist da kein Durchkommen mehr! Der Stausee, der den Fluss regulieren soll, ist voll, das Wasser fließt am Überlauf ab, wie es kommt. Und einige Tage mit Sonnenschein  sind nicht in Sicht!  🙁

Nasser Mai

Der Mai hier im Südwesten ist meist feucht und kühl. Doch dieses Jahr war er besonders nass, mit wenig Sonne und durchschnittlich warm. Auch die ersten Junitage waren so feucht, dass das Regenwasser auf dem Rasen und in den Beeten steht. Entsprechend voll ist auch der Gartenteich geblieben.

Die nahen Stauseen laufen über wie hier der Astarac-Stausee  und in den Flusstälern herrscht Hochwasser.

Es ist schade, dass die reiche Blüte vieler Pflanzen so verregnet.

Die Ausbeutung Afrikas

Macron erhielt gerade in Aachen den Karlspreis für seine Verdienste um Europa.  Er stichelte in seiner Rede gegen die deutsche Haushaltspolitik. Zuvor hatte er in einem Interview seine Forderungen nach (deutschen) Transferleistungen in Europa wiederholt.

Vielleicht ist dies ein guter Anlass, sich damit zu beschäftigen, wie Frankreich seit Jahrzehnten immer noch seine ehemaligen Kolonien in Afrika ausbeutet. Frankreich hat seinen ehemaligen Kolonien wie Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo(Brazzaville), Äquatorial-Guinea und Gabun bei ihrer Unabhängigkeit Verpflichtungen aufgezwungen, die diese Länder in ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Selbständigkeit beschränken.

Für die von Charles de Gaulle initiierte und von seinen Nachfolgern fortgesetzte Politik gegenüber den ehemaligen afrikanischen Kolonien ist der Begriff Françafrique geprägt worden.
Unter diesem Begriff versteht man mehr als nur klassische diplomatische Beziehungen. Häufig ist damit die Beteiligung an Wahlfälschungen, an Putsch(versuchen) zur Unterstützung befreundeter politischer Regime oder gar an militärischen Geheimoperationen gegen missliebige Regierungen afrikanischer Staaten gemeint. Nach dem Willen von de Gaulle sollte die traditionelle französische Einflusssphäre trotz Entkolonialisierung aufrechterhalten werden, um weiterhin den wirtschaftlichen Interessen Frankreichs zu dienen. Der Zugang zu Energieressourcen im alten kolonialen Machtbereich, der beispielhaft für die französischen Interessen in Afrika ist, galt als Garant für die energiepolitische Unabhängigkeit und somit den machtpolitischen Einfluss Frankreichs auf internationaler Ebene.

Französisch als Sprache ist Pflicht. Da die „Grande Nation“ beim schmerzhaften Prozess der Entkolonialisierung in den 60er- und 70er-Jahren nie die eigenen Interessen aus dem Auge verloren hat, blieb auch Französisch als Amts- und Lehrsprache Pflicht.

Die Staaten müssen den CFA-Franc¹ als Währung  nutzen, der eng an den Franc gebunden war und heute an den Euro gebunden ist. Allerdings ist Frankreich allein für den CFA-Franc zuständig, die Staaten können sich diesbezüglich nicht an die EZB oder die EU wenden. So wurde zum Beispiel die Abwertung des CFA-Franc 1994 allein durch die Banque de France beschlossen und den CFA-Staaten  mitgeteilt.  Eine Abstimmung mit den Banken der betroffenen Länder fand nicht statt.

Die CFA-Länder haben auf 85 % ihrer Währungsreserven keinen Zugriff, da diese beim Agence France Trésor zu hinterlegen sind. 65 % ihrer Währungsreserven haben die CFA-Länder zu hinterlegen, als Ausgleich für die Garantie der CFA-Franc-Konvertibilität durch die Republik Frankreich. Weitere 20 % ihrer Währungsreserven haben die Länder zu hinterlegen, um finanzielle Unwägbarkeiten abzusichern.

In den CFA-Ländern sind mehrere Tausend französische Soldaten stationiert. Die Militärkooperation mit den dortigen Regierungen soll die amtierenden afrikanischen Präsidenten vor Angriffen schützen und dabei der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen dienen.

Seit der Unabhängigkeit seiner afrikanischen Kolonien  hat Frankreich eine Vielzahl von Militärinterventionen in Afrika, vor allem der CFA-Zone, durchgeführt. 1964 führte Frankreich in Gabun seine erste Militärintervention in einem CFA-Staat durch. Seither hat es durchschnittlich alle 14 Monate eine große Militärintervention in Afrika durchgeführt (1964–2007: 37 Militärinterventionen). Ziel dieser Interventionen war es jeweils, Frankreich-freundliche Regierungen an der Macht zu halten oder an die Macht zu bringen. Dabei hat Frankreich wiederholt Diktatoren und Despoten geschützt und demokratische Entwicklungen verhindert.

Die Verträge über die militärische Kooperationen wurden 2008 verlängert und sind daher auch heute noch gültig. Als Gegenleistung erhält Frankreich vorrangigen Zugang zu strategischen Rohstoffen, etwa Diamanten, Erze, Uran sowie Gas- und Ölvorkommen.

Kritiker werfen Frankreich und den regierenden Eliten in den ehemaligen Kolonien vor, der einzige rationale Grund für die Existenz des CFA-Franc sei ein stillschweigendes Übereinkommen, um die Staaten der Franc-Zone auszuplündern. Der CFA-Franc verhindere  eine eigenständige Wirtschafts- und Sozialpolitik der betreffenden Staaten. Er bremse die Entwicklung und behindere die regionale Integration.

Folgerichtig gehören die CFA-Staaten zu den Ländern mit den niedrigsten Einkommen in der Welt. Gleichzeitig gehören sie aber zur Gruppe der hochverschuldeten Entwicklungsländer. Von den vierzehn Staaten haben neun eine Alphabetisierungsrate von unter 50 %. Unter den zehn am wenigsten alphabetisierten Staaten der Welt sind sieben CFA-Staaten. Die vier am wenigsten alphabetisierten Länder weltweit sind die CFA-Staaten

  • Niger mit einer Alphabetisierungsrate von 28,7 %,
  • Tschad mit 25,7 %,
  • Mali mit 24,0 % und
  • Burkina Faso mit 23,6 %.

Die Kinder der CFA-Zone haben – im weltweiten Vergleich – die geringsten Schulbesuchsquoten. So besuchen in Niger nur 36 % der Jungen und 25 % der Mädchen eine Grundschule, in Burkina Faso sind es 35 bzw. 29 %. Weltweit ist die Möglichkeit für Mädchen Schulen zu besuchen in der CFA-Zone am geringsten!

Die politische Elite Frankreichs jedenfalls hat von der Ausbeutung der nun selbständigen Kolonien profitiert. Zum Beispiel erhielt Valéry Giscard d’Estaing Diamanten vom Diktator, „Kaiser“ und Massenmörder Bokassa Koffer mit Geld wurden in den Ex-Kolonien gefüllt und diversen französischen Politkern gebracht. Wiederholt werden Namen wie Chirac, Villepin und Juppé genannt. Es scheint bei diesen „Eliten“ die Befürchtung zu herrschen, dass Frankreich ohne die Ausbeutung Afrikas in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac soll im März 2008 gesagt haben: „Ohne Afrika würde Frankreich in den Rang eines Drittweltlandes abrutschen.

Es würde hier zu weit führen, die vielen Militärinterventionen und Attentate ausführlich auszuführen. Aber zur Erhaltung von Macht und Ausbeutung ist Frankreich nicht  vor solchen Untaten zurückgeschreckt. Von der Ermordung Olympios in Togo, der angeblich den CFA-Raum verlassen wollte, über den Bürgerkrieg in Kamerun  1964, den Schutz von Massenmördern wie Bokassa oder Habré,  der dubiosen Rolle in Burundi 1994 bis zu heutigen Operationen zieht sich eine blutige Spur durch Afrika.

Und daher müssen wir uns auch fragen, ob Bundeswehrsoldaten in Mali ihr Leben für die Menschenrechte und die Freiheit riskieren, oder ob sie nur die Pfründe einer korrupten Elite schützen müssen.

¹ CFA hieß früher Colonies Françaises d’Afrique, heute Communautés Françaises d’Afrique

Quellen:

https://www.bpb.de/internationales/europa/frankreich/166091/abschied-von-der-francafrique

https://de.wikipedia.org/wiki/CFA-Franc-Zone#Franc-W.C3.A4hrungsraum_heute

https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-afrika-101.html

https://www.n-tv.de/politik/Ein-Schattenmann-plaudert-article4281571.html

http://www.businessinsider.com/frances-military-is-all-over-africa-2015-1?r=US&IR=T&IR=T

14 afrikanische Länder von Frankreich gezwungen, Kolonialsteuer für die Wohltaten der Sklaverei und Kolonisierung zu zahlen

Der 8. Mai

Frankreich feiert am 8. Mai die Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit die Befreiung des Landes durch die Amerikaner und Briten.

Aber mitten in Frankreich, in Orléans wird noch eine andere Befreiung gefeiert.  Am 8.  Mai 1429 wurde die Stadt im Hundertjährigen Krieg von der Belagerung durch die Engländer befreit – unter Führung von Jeanne d’Arc, die von da an auch als Jungfrau von Orléans bezeichnet wurde.

An den Feierlichkeiten in Orléans nahm dieses Jahr auch der französische Premier Minister Edouard Philippe teil. Man kann ja einmal spekulieren, ob die Teilnahme eines so hochgestellten Politikers eine Symbolik für den Brexit haben könnte.  :mrgreen:

Bilder von den Feierlichkeiten findet man hier.

Linky

Linky ist der neue, kommunikative Stromzähler von Enedis für Frankreich.  Enedis ist der Quasi-Monopolist für die Betreibung des Stromnetzwerks.

Linky zeichnet den Stromverbrauch laufend auf und überträgt die Daten einmal pro 24 h an EnedisDaher bedroht Linky Arbeitsplätze: Niemand muss mehr vorbei kommen, um den Zählerstand abzulesen oder einen Tarifwechsel mit Schaltzeiten einzustellen.

Enedis ist immer bestens über den Verbrauch jedes Stromkunden informiert, kann analysieren, überwachen und nötigenfalls eines Tages steuernd eingreifen.

Als Vorteil für den Verbraucher wird gern genannt, dass er nun jederzeit auf dem Kundenportal im Internet seinen Verbrauch detailliert ansehen kann. Blödsinn: Wenn ich wirklich meinen Verbrauch analysieren will, kann ich, wann immer ich will, ihn am alten Stromzähler ablesen und auf meinen PC in eine Tabelle übertragen. Dazu muss ich den Verbrauch nicht im Internet „publizieren“ und für Hacker und andere zugänglich machen.

Ein nettes Beispiel für die Überwachungsmöglichkeiten lief jetzt im Fernsehen: Ein Ehepaar in einem Fernseh-Krimi gab sich ein Alibi, in dem es aussagte, am fraglichen Abend zu Hause gewesen zu sein. Die Kommissarin kam kurz darauf mit dem aufgezeichneten Verlauf des Stromverbrauchs des Abends und bewies so, das die beiden nicht zu Hause waren. Und Frankreich ist bestimmt das letzte Land, das seinen Polizei- und Geheimdiensten den Zugriff auf solche Daten verweigern würde!

Wer auch immer sich Zugang zu den Verbrauchsdaten verschafft, er kann die Lebensgewohnheiten der Verbraucher auskundschaften, wann sie in Urlaub sind, wann sie zur Arbeit gehen und wieder nach Hause kommen, ob sie eine festen Abwesenheitstermin in der Woche oder im Monat haben und vieles mehr! Auch eine Fundgrube für Kriminelle!

Aber das Datenschutzbedürfnis ist in Frankreich nicht so ausgeprägt.  Meist wird gegen Linky protestiert, weil es per Funk die Daten überträgt, und die Verbraucher die Funkwellen als krebserregend fürchten.

Aber es wird auf Dauer kein Weg an Linky vorbei führen. Linky ist nämlich das französische Ergebnis einer EU-Richtlinie zum Einbau „intelligenter“ Stromzähler und zur Senkung des Stromverbrauchs auf diesem Wege. Und die EU-Administration ist bekanntlich groß darin, den Bürger zu überwachen und zu gängeln.

Eine Urlaubswoche am Mittelmeer

Um Sonne und Wärme zu tanken, wollten wir für 1 Woche ans Mittelmeer im südlichen Bereich Spaniens fahren. Das ausgewählte Ziel El Mojon liegt an der Nordspitze des Mar Menor,  in der Region Murcia, direkt an der Grenze zur Region Valencia.  Sonne hatten wird, aber mit der Wärme wurde es nichts: Wir erwischten die Woche mit dem Wintereinbruch. Die Nachttemperaturen lagen unter 10 °, eher bei 6 °, die Tagestemperaturen unter 15 °. Dazu wehte ein heftiger Wind, der ein geschütztes Sitzen in der Sonne fast unmöglich machte.  🙁

Auf dem Weg nach Süden übernachteten wir in einem Hotel außerhalb von San Sadurni, der „Haupstadt“ des Cava

Unser Ferienhaus in El Mojon lag direkt an der Strandpromenade.

  

Allerdings war der Strand hier sehr schmal. Im Süden der Ortschaft war der Strand breiter mit Dünen – und die Strandpromenade davor war aus Holz.

   

Hinter den Dünen des langen Strandes  im Süden liegt ein Salzsee mit Flamingos, Kormoranen und anderen Vögeln.

   

Ein Stück weiter beginnt dann das Mar Menor.

Im Norden von El Mojon liegt der kleine Yachthafen von Torre de la Horadada. Von dort konnten wir auch eine Kunstflugstaffel beobachten.

Natürlich haben wird auch das nahe Murcia besucht.

Kathedrale
Altarraum der Kathedrale
Bischofspalais

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört auch das „Casino“ aus dem 19. Jahrhundert mit seinem maurischen Innenhof.

Im Casino
Plaza Santo Domingo
Kirche Santo Domingo am gleichnamigen Platz

An diesem Portal an der Plaza Santo Domingo erkennt man den Klimawandel: Früher war es so kalt hier, dass man dem Yeti dieses Portal gewidmet hatte.  :mrgreen:

Auf dem Rückweg stoppten wir in Reus, um von dort ins Priorat zu fahren. Da es das Wochenende vor Ostern war, zogen 2 Gruppen mit Pauken, Trommeln und Trompeten durch die belebte Innenstadt.

    

Carrer de Llovera

Zu den Sehenswürdigkeiten in Reus gehört ein bekanntes Bauwerk des katalanischen Modernisme, das Casa Navas

Hinter der katholischen Kirche befindet sich übrigens diese Statue.

honi soit qui mal y pense

 

Weinprobe im Priorat

Schon länger hatte ich den Wunsch, die kleine Weinregion Priorat kennenzulernen. Dieses Frühjahr war ein ein Tag dafür eingeplant.

Das Priorat war im Mittelalter eins der bedeutendsten Weinbaugebiete in Spanien. Der Niedergang des Gebietes wurde von der Reblaus Phylloxera vastatrix  verursacht, die aus Amerika eingeschleppt wurde und zwei Drittel des europäischen Weinbaus ruinierte. Ende des 20. Jahrhunderts begann der erneute Aufstieg, der das Priorat neben Rioja zum höchst ausgezeichneten Weingebiet Spaniens machte. Es darf die Qualitätsbezeichnung DOCa (Denominación de Origen Calificada)  nutzen.

Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Anmeldungen übers Internet für Besichtigungstouren hatte ich diesmal 2 Bodegas ausgesucht, die Besucher auch ohne Voranmeldung am Sonntag empfange wollten. Ziel unserer Tour war Gratallops im Zentrum der Region.

Als erstes besuchten wir Bodegas Buil & Giné,   wo wir freundlich empfangen wurden, 3 Weine probierten und einen Rundgang machten. Die Tour mit Weinprobe kostete € 15,00, ohne Weinprobe € 10,00. Die Bodega ist neu und die Anlagen sind modern. Auch der Raum mit Holzfässern unterschiedlicher Größe ist überschaubar. 🙂

Unser nächstes Ziel war die Kooperative Vinicola del Priorat in Gratallops. Obwohl auf der Webseite versprochen, war eine Führung nicht möglich. Die gute Frau im Verkaufsraum telefonierte vergeblich! Eine Weinprobe war aber möglich und kostete € 5,00 für 3 Weine nach freier Wahl. Die Kooperative verkauft neben eigenem Wein (auch offen in größern Mengen) und Olivenöl auch Weine anderer Bodegas. Die Genossenschaft feierte im letzten Jahr das hundertjährige Jubiläum u.a. mit diesem Wandgemälde.

Anschließend machten wir einen Rundgang durchs Dorf

Die wuchtige Kirche von Gratallops

und genossen den Ausblick in die umliegende Landschaft.

Blick auf El Lloar

Auf dem Rückweg stoppten wir noch in Falset, dem Zentrum der Gemarkung Priorat.

Falset: Placa de la Quartera
Falset: Kirche Santa Maria
Falset: Carrer Font del Forn

 

 

 

Formel-1-Testtage 2018 (II)

Am 1.3.2018 besuchte ich die Tests ein weiteres Mal.   Die Wetterbedingungen waren besser. Zwar war es am Morgen noch feucht auf der Strecke,   aber es trocknete im Laufe des Vormittags und die Temperaturen stiegen an. Manchmal musste mit dem Trocknen nachgeholfen werden.  😉

Und diesmal habe ich auch bei Haas zugeschaut.  🙂

Als es wärmer wurde, löste Hamilton Bottas ab.

Hülkenberg saß bei Renault im Cockpit, Verstappen wieder bei Red Bull und Ericsson bei Sauber.

(wird fortgesetzt)

Formel-1-Testtage 2018 (I)

Natürlich wollte ich auch dieses Jahr die Formel-1-Tests besuchen. Durch einen anderen Termin wurde ich für den Besuch in die erste Woche gedrängt. Ein großer Fehler! Denn dummer Weise findet die erste Woche immer zeitlich zusammen mit dem Mobile World Congress statt. Das bedeutet, dass die Hotels auch in der Umgebung doppelt so teuer sind und dass Barcelona noch mehr Besucher hat.  🙁

Warum eigentlich? Die Kongress-Besucher können doch nicht zur Formel 1 kommen (wollen vielleicht auch gar nicht) und die Teams mit ihren Technikern, sowie die Presse brauchen auch Unterkünfte.

Der Eintritt kostete wieder € 20,00 den Tag incl. der € 2,00 „Verwaltungsgebühr“. Auch Stellwände wurde wieder geschoben, aber nicht mehr so intensiv wie im vorherigen Jahr.

Und zu allem Überfluss spielte das Wetter nicht mit: Für die Nacht vom 26.2. auf den 27.2. gab Katalonien Schneewarnung heraus und verbot den LKW-Verkehr ab 16:00 Uhr! Am 27.2. lag zwar kein Schnee an der Rennstrecke (mehr), aber es war lausig kalt. Und das mögen Rennmotoren gar nicht! Entsprechend lau begann der Testbetrieb am Morgen.

Den Schnee auf der Rennstrecke gab es dann am 28.2., als ich Barcelona im Dauerregen genoss!  :(#

Auffälligste Neuerung an den Autos ist der Überrollbügel „Halo“. So als normaler Autofahrer frage ich mich, ob der nicht die Sicht behindert, besonders mit dem Mittelsteg.

Fleißig getestet wurde bei Williams mit den Fahrern Sirotkin und Kubica.

Sirotkin startet

Auch Toro Rosso ließ das Auto mit Fahrer Gasly laufen.

Gasly am Start
Zwischendurch wurde kräftig geputzt

Geputzt wurde auch bei Mercedes, wo Bottas fuhr. 

Wenig zu sehen war an diesem Tag von Red Bull und Verstappen.

Schläft Verstappen noch?

Auch bei McLaren mit Fahrer Vandoorne gab es Probleme, obwohl man nicht mehr mit Honda zusammenarbeitet.  😉

Bei Sauber gab es auch eine Panne: Fahrer LeClerc war von der Strecke geraten. Neuer Partner ist Alfa Romeo, aber der Motor kommt von Ferrari. :mrgreen:

Ferrari war mit Vettel Schnellster des Tages  – und in der 2. Woche auch des gesamten Tests. 

Bei Force India fragte ich mich, ob die Techniker so abgehärtet sind oder nur einfach die warmen Klamotten vergessen hatten.  Gefahren ist übrigens Ocon. Und gebastelt wurde auch reichlich.

Für Renault fuhr Sainz.

Ach ja, da  fuhr übrigens noch Magnussen für Haas.

Erlebnisse, Erfahrungen, Bemerkungen, Frust eines Großstädters unter Bauern in der hintersten französischen Provinz